Geschenke zur Einschulung: Ideen, die ABC-Schützen wirklich freuen
Der erste Schultag ist ein großer Tag. Für das Kind, aber auch für Eltern, Großeltern, Paten und Freunde der Familie, die zur Einschulung ein Geschenk mitbringen möchten. Die gute Nachricht vorweg: Geschenke zur Einschulung müssen nichts mit der Schule zu tun haben. Erstklässler sind immer noch Spielkinder, die sich über einen bunten Ball aus dem Supermarkt oft mehr freuen als über ein teures Lexikon. Wer trotzdem etwas Nützliches schenken möchte, findet viele schöne Möglichkeiten.
Dieser Artikel hilft bei der Auswahl. Er stellt konkrete Ideen vor, erklärt, worauf es beim Schenken ankommt, nennt typische Fehler und gibt Anregungen für verschiedene Budgets und Beziehungen zum Kind.
Worauf es beim Schenken zur Einschulung ankommt
Bevor es an die konkreten Ideen geht, lohnt sich ein Blick auf die Grundregeln. Das wichtigste Kriterium ist das Kind selbst. Was mag es? Spielt es gern draußen, bastelt es, liebt es Geschichten? Ein Geschenk, das zu den Interessen des Kindes passt, ist fast immer richtig.
Das zweite Kriterium ist der Anlass. Die Einschulung ist ein Übergang, aber kein Abschied von der Kindheit. Das Kind wird nicht über Nacht zum kleinen Erwachsenen, nur weil es jetzt in die Schule geht. Es braucht weiterhin Spielpausen, Bewegung und Zeit zum Toben. Geschenke, die genau das unterstützen, sind deshalb genauso willkommen wie praktische Dinge für den Schulalltag.
Das dritte Kriterium ist die Beziehung zum Kind. Eltern schenken anders als Großeltern, Paten oder Freunde der Familie. Wer das Kind nur flüchtig kennt, sollte sich bei den Eltern erkundigen, was gerade angesagt ist und was das Kind wirklich braucht. Das gilt besonders für Lernspiele und alles, was mit Bildschirmen zu tun hat.
Und noch etwas: Kleine Geschenke zur Einschulung kommen bei angehenden Schulkindern besonders gut an. Es muss nicht immer das große, teure Präsent sein. Oft sind es die kleinen Aufmerksamkeiten, die im Alltag täglich Freude machen.
Praktische Geschenke für den Schulalltag
Praktische Geschenke haben einen großen Vorteil: Das Kind benutzt sie täglich und wird so an den Anlass und an die Person erinnert, die geschenkt hat. Besonders beliebt sind Dinge, die das Kind für die Schultasche braucht.
Eine Brotdose mit eingraviertem Namen schützt das Pausenbrot vor dem Zerdrücken im Schulranzen und verhindert Verwechslungen mit den Brotdosen anderer Kinder. Ähnlich praktisch ist eine Trinkflasche mit aufgedrucktem Namen. Auch Buntstifte mit Namen sind eine gute Idee, denn verlorene Stifte finden so immer ihren Weg zurück zu ihrem Besitzer.
Ein witziger Wecker oder eine Armbanduhr für Kinder bringt dem Kind spielerisch bei, pünktlich zu sein. Eine Armbanduhr zeigt dem Kind außerdem, wann endlich die Pause beginnt, wenn die Schulstunde lang wird. Ein ausgefallener Turnbeutel für den Sportunterricht macht ebenfalls Freude und ist ab der ersten Sportstunde im Einsatz.
Die eigentlichen Schulsachen kaufen meist die Eltern, denn die Lehrer geben in der Regel vor, welches Material das Kind braucht. Wer trotzdem etwas für den Schulalltag schenken möchte, nimmt die Extras: Brotdose, Trinkflasche, Turnbeutel oder Uhr. Diese Dinge sind persönlich, nützlich und machen den Schulstart ein bisschen schöner.
Schönes für den Schreibtisch zu Hause
Auch der Schreibtisch zu Hause bietet Platz für schöne Geschenke. Witzige Radiergummis und Anspitzer, originelle Stifte und Stifthalter sowie Mal- und Schreibpapier in allen Größen kommen bei frischgebackenen Schulkindern gut an. Solche Kleinigkeiten machen den Arbeitsplatz zu einem Ort, an dem das Kind gern sitzt.
Eine schicke Schreibtischlampe sorgt für gutes Licht am Arbeitsplatz und hilft dem Kind, sich zu konzentrieren. Sie ist ein Geschenk, das den neuen Alltag des Kindes ernst nimmt, ohne den Spaß zu vergessen. Gerade in den dunklen Monaten ist gutes Licht bei den Hausaufgaben wichtig.
Originelle Mitbringsel sind außerdem ein Papierkorb in ausgefallener Form, dekorative Buchstützen, Zettelhalter und Kleberollen-Spender. Solche kleinen Dinge sorgen dafür, dass sich das Kind am Schreibtisch wohlfühlt. Wer mag, kombiniert mehrere dieser Accessoires zu einem kleinen Geschenkeset.
Sport und Spiel: Bewegung für Lernanfänger
Mit der Einschulung wird aus dem Erstklässler kein komplett neuer Mensch. Kleine Jungs und Mädchen im Grundschulalter brauchen nach wie vor Spielpausen im Tagesablauf. Im Spiel verarbeiten Kinder Erlebnisse und festigen Gelerntes. Außerdem ist es für die körperliche Entwicklung wichtig, dass sich Kinder im Spiel bewegen.
Ein Springseil oder ein Skateboard macht den zukünftigen Schülern Lust auf Bewegungsspiele an der frischen Luft. Über einen Lederball freuen sich nicht nur Jungs. Sportliche Geschenke zur Einschulung müssen nicht teuer sein. Schon einfache Glasmurmeln, ein Hüpfball und das klassische Gummitwist locken Kinder ins Freie. Diese Klassiker haben einen großen Vorteil: Sie funktionieren ohne Strom, ohne Bildschirm und oft auch ohne Erwachsene. Am meisten Spaß machen sie zu zweit oder in der Gruppe.
Stolze Großeltern oder Paten, die mehr Geld ausgeben wollen, sprechen sich mit den Eltern ab, bevor sie ein Fahrrad zur Einschulung verschenken. Ein Fahrrad ist ein großes Geschenk, das gut überlegt sein will. Die Absprache mit den Eltern verhindert, dass das Kind ein zweites Rad bekommt oder eines, das nicht zu seiner Größe und seinen Fähigkeiten passt. Auch sollte vorher geklärt sein, wo das Rad sicher abgestellt werden kann.
Rollenspiele: Die Welt der Großen nachspielen
Rollenspiele sind bei Kindern um den sechsten Geburtstag herum sehr beliebt. Im Spiel schlüpfen sie in die Rolle der Lehrerin, werden zum Zoodirektor oder verwandeln sich zurück in ein umsorgtes Kleinkind. Kinder brauchen dafür das passende Spielzeug.
Die Lehrerin braucht natürlich eine Tafel und Kreide. Über Zubehör für den Kaufladen oder Inventar für die Puppenstube freuen sich Puppenmütter und -väter. Mit dem neuen Doktorkoffer können die Kleinen ihre Erlebnisse beim Schularzt nachspielen. Solche Rollenspiele helfen Kindern, Erlebnisse zu verarbeiten, und fördern nebenbei Sprache und Fantasie.
Spielzeugautos sowie Spielteppiche mit aufgedruckten Straßen machen vor allem Jungen in der ersten Klasse großen Spaß. Mädchen hingegen freuen sich über Barbiepuppen, Haarspangen oder lebensechte Schminkpuppen. Wichtig ist dabei: Diese Vorlieben sind nicht in Stein gemeißelt. Manche Mädchen lieben Autos, manche Jungs Puppen. Am besten orientiert man sich am Kind und nicht an Klischees.
Lernspiele und Bücher: Fördern ohne Druck
Lernspiele machen Spaß und fördern das Lernen, wenn sie zum Wissensstand und zum Lernwillen des Kindes passen. Ein Spiel, das zu leicht ist, langweilt schnell. Eines, das zu schwer ist, frustriert. Wer den zukünftigen Erstklässler nur flüchtig kennt, fragt besser die Eltern, welche Spiele für das Kind geeignet sind.
Das gilt besonders für Lernprogramme für den Computer. Nicht alle Eltern sehen ihre Kinder gern vor dem Laptop sitzen. Wer hier unsicher ist, fragt nach oder verzichtet lieber auf digitale Geschenke. Es gibt genug analoge Alternativen, die genauso viel Freude machen.
Bücher hingegen werden von Eltern geschätzt und von Kindern geliebt. Es dauert wahrscheinlich noch eine Weile, bis das Schulkind richtig lesen kann. Eine Gutenacht-Geschichte, die Papa oder Mama vorlesen, hilft dem Kind nach aufregenden Tagen beim Einschlafen. Hörspiel- und Musik-CDs sind ebenso beliebt wie Bücher. Sie begleiten das Kind beim Spielen, im Auto oder beim Einschlafen und sind eine schöne Ergänzung zum Vorlesen.
Geschenke mit Erinnerungswert
Kinder entwickeln sich geistig schnell. Spielzeug, das das Kind zur Einschulung bekommt, wird unter Umständen schon bald langweilig. Oft bekommen die Kinder so viel geschenkt, dass sie den Überblick über ihr Spielzeug verlieren. Persönliche Geschenke, die vielleicht nicht gleich für Begeisterung sorgen, bleiben manchmal viel länger in schöner Erinnerung.
Omas Einladung in ein Fast-Food-Restaurant nimmt der kleine Schatz sicher gern an. Ähnlich begeistert sind Kinder über Eintrittskarten ins Kino, in den Zirkus oder den Zoo. Solche Erlebnisgeschenke schaffen gemeinsame Momente und Erinnerungen, die länger halten als so manches Spielzeug. Ein Nachmittag im Zoo mit Oma oder ein Kinobesuch mit dem Patenonkel wird zum besonderen Ereignis, von dem das Kind noch Wochen später erzählt.
Ein Adressenstempel ist lange Zeit nützlich. Damit stempeln Eltern schnell alle Bücher und Hefte mit Namen und Adresse des Kindes. Das spart Eltern Zeit und verlorene Sachen finden ihren Weg zurück. Gerade in den ersten Schulwochen, wenn die Kinder ihre Sachen noch nicht zuverlässig wiedererkennen, ist ein Namensstempel Gold wert.
Freundschaftsbücher und -alben haben das klassische Poesiealbum noch nicht verdrängt. Die Erinnerungsbücher sind in allen Ausführungen bei Mädchen und Jungen beliebt. Hier sammeln sich die ersten Einträge von Mitschülern und Freunden, und das Kind blättert noch Jahre später gern darin.
Eine schöne Idee für die Zukunft: Großeltern verschenken ein Sparschwein mit einem kleinen Geldbetrag. Die Großeltern versprechen, das Schweinchen bis zum Abitur zu betreuen und bei guten Noten zu füttern. Das macht die Spardose zu einem Geschenk, an dem das Kind lange Freude hat. So wird aus einem einfachen Sparschwein eine kleine Tradition mit Zukunft.
Typische Fehler bei der Geschenkwahl
Ein häufiger Fehler ist, das Kind zu überschätzen. Ein teures Lexikon oder ein anspruchsvolles Lernspiel ist gut gemeint, aber ein Sechsjähriger will erstmal spielen und entdecken. Geschenke, die nur zur Schule gehören und mit denen man nicht spielen kann, landen schnell in der Ecke.
Ein zweiter Fehler ist, wenn alle dasselbe schenken. Wenn alle Gäste Spielzeug mitbringen, hat das Kind am Ende so viel, dass es den Überblick verliert. Die Erwachsenen sollten sich absprechen, damit das Geschenkebudget sinnvoll verteilt ist. Vielleicht schenkt die eine Person etwas Praktisches, die andere etwas zum Spielen und die dritte ein Erlebnis. So kommt am Ende eine gute Mischung zusammen.
Ein dritter Fehler ist, die Eltern zu übergehen. Das gilt besonders für große Geschenke wie ein Fahrrad, aber auch für Lernprogramme am Computer oder alles, was Platz braucht. Die Eltern müssen mit dem Geschenk leben, also sollte man sie bei der Auswahl einbeziehen. Wer unsicher ist, fragt einfach nach. Die meisten Eltern freuen sich über das Interesse und helfen gern bei der Auswahl.
Budget und Beziehung: Wer schenkt was?
Wie viel das Geschenk kosten darf, hängt von der Beziehung zum Kind und vom eigenen Budget ab. Es gibt keine festen Regeln, aber einige Anhaltspunkte:
Für Freunde der Familie und entfernte Verwandte reicht eine kleine Aufmerksamkeit. Eine Brotdose mit Namen, ein Springseil, ein schönes Buch oder eine Packung bunter Stifte machen Freude und kosten nicht viel. Auch selbstgebastelte Karten oder ein selbst gemaltes Bild kommen bei Kindern gut an.
Großeltern und Paten dürfen gern etwas mehr ausgeben. Ein Fahrrad, eine schöne Schreibtischlampe oder ein Erlebnisgeschenk wie ein Zoobesuch sind klassische Geschenke von Menschen, die dem Kind besonders nahestehen. Auch das Sparschwein mit der Abitur-Perspektive ist eine schöne Idee für Großeltern, die langfristig denken möchten.
Eltern selbst schenken oft etwas, das den Schulstart begleitet: den Schulranzen, die Schultüte oder ein besonderes Erlebnis am ersten Schultag. Hier geht es weniger um den materiellen Wert als um die Geste. Ein gemeinsames Eis nach der Schule oder ein Ausflug am Wochenende danach sind schöne Erinnerungen an den großen Tag.
Wichtig ist bei allen Budgets: Es kommt nicht auf den Preis an. Kinder freuen sich über Geschenke, die zu ihnen passen und die von Herzen kommen. Eine selbstgebastelte Karte oder ein gemeinsamer Nachmittag im Zoo kann mehr bedeuten als das teuerste Spielzeug.
Die schönste Geschenkidee: Zeit
Kinder freuen sich über alle Geschenke zur Einschulung. Aber kleine Aufmerksamkeiten, an die man sich erinnert, machen länger Freude. Bereiten Sie dem Schulkind einen tollen Tag mit Menschen, die ihm wichtig sind. Geschenkte Zeit ist wertvoller als lieblos ausgesuchte Geschenke.
Ob Brotdose, Springseil, Doktorkoffer oder Kinobesuch: Das beste Geschenk zur Einschulung passt zum Kind und zeigt, dass sich jemand Gedanken gemacht hat. Dann ist der erste Schultag ein Tag, an den sich das Kind noch lange gern erinnert.