Sudoku-Hilfe für Oma
Ein Sudokuheft mit einer handgeschriebenen Karte „Beste Oma der Welt“ ist ein persönliches Geschenk für eine Oma, die gern rätselt. Noch schöner wird das Geschenk, wenn Sie gemeinsam rätseln. Wenn sie feststeckt, schauen Sie gemeinsam auf ihre letzten Einträge, statt ihr einfach eine Zahl vorzugeben.
Prüfen Sie zuerst, ob ein Fehler oder eine veraltete Notiz den nächsten Schritt verdeckt. Suchen Sie dann gemeinsam nach Zahlen, die sich logisch ergeben. Kleine Bleistiftzahlen, sogenannte Kandidaten, kennzeichnen mögliche Einträge – sie sind noch keine Lösungen.
Prüfen Sie die letzten Einträge
Wenn Oma plötzlich keinen nächsten Schritt mehr findet, schauen Sie zuerst auf die zuletzt eingetragenen Zahlen. Eine Zahl darf in derselben Zeile, Spalte oder im selben 3×3-Block nicht zweimal vorkommen. Steht sie dort schon, ist der neue Eintrag falsch.
Ein Eintrag kann zunächst passen und später trotzdem zu einem Widerspruch führen. Prüfen Sie deshalb nicht gleich das ganze Raster, sondern zuerst die Zeile, die Spalte und den Block rund um die letzte Zahl. Fragen Sie zum Beispiel: „Wollen wir schauen, ob die Zahl hier in allen drei Bereichen passt?“ So kann Oma selbst entscheiden, was sie als Nächstes prüft.
Ein weiteres Warnzeichen: Für ein leeres Feld passt keine Zahl mehr, oder eine bestimmte Zahl findet in einer Zeile, Spalte oder einem Block nirgends mehr Platz. Dann lohnt es sich, frühere Einträge noch einmal nachzuvollziehen. Ein falscher Zug fällt manchmal erst mehrere Schritte später auf.
Kandidaten aktuell halten
Nach jedem Eintrag muss Oma dieselbe Zahl aus den Kandidaten in den übrigen leeren Feldern derselben Zeile, Spalte und desselben Blocks streichen. Bleiben alte Notizen stehen, passen die Kandidaten nicht mehr zum Raster. Veraltete Kandidaten können dadurch einen nächsten Zug verbergen.
Wenn das Raster voller Notizen ist, ist es oft einfacher, alle Kandidaten neu einzutragen, statt herauszufinden, welche einzelnen Notizen veraltet sind. Achten Sie dabei darauf, alle drei Bereiche zu prüfen. Wer nur Zeile und Spalte berücksichtigt, übersieht möglicherweise eine Zahl, die im 3×3-Block bereits vorkommt.
Wenn eine Zahl nur möglich erscheint, notieren Sie sie zunächst als Kandidat im Feld. Eingetragen wird sie erst, wenn andere Möglichkeiten logisch ausgeschlossen sind. Raten kann einen falschen Schritt erzeugen, der sich später nur schwer zurückverfolgen lässt.
Wechseln Sie die Suchrichtung
Viele prüfen vor allem leere Felder: Gibt es eines, in das nur noch eine Zahl passt? Suchen Sie zusätzlich nach einer bestimmten Zahl. Fragen Sie für eine Zeile, eine Spalte oder einen Block: Wo kann die Sieben noch stehen? Wenn sie dort nur an einer Stelle möglich ist, gehört sie in dieses Feld, auch wenn dort noch weitere Kandidaten notiert sind.
Bei der gemeinsamen Suche hilft es, zunächst einen Bereich mit wenigen leeren Feldern auszuwählen. Oder Oma sucht dieselbe Zahl nacheinander in mehreren Zeilen, Spalten und Blöcken. Ein Wechsel zwischen diesen beiden Suchweisen zeigt oft den nächsten Schritt.
Helfen, ohne zu übernehmen
Geben Sie lieber einen Hinweis als eine Lösung vor. Fragen wie „Welche Zahlen fehlen in diesem Block?“ oder „Wo könnte die Fünf in dieser Zeile noch stehen?“ lenken den Blick auf mögliche Einträge und geben Oma Raum, den Denkweg selbst zu entwickeln. Wenn sie selbst eine Möglichkeit entdeckt, lassen Sie sie den Eintrag prüfen und vornehmen.
Bleibt das Raster unübersichtlich, legen Sie den Stift kurz beiseite. Mit frischem Blick lassen sich doppelte Zahlen oder veraltete Kandidaten leichter finden. Manche Rätsel lassen sich nur mit fortgeschrittenen Techniken lösen, die über das Finden einzelner sicherer Zahlen hinausgehen. Auch wenn Oma feststeckt, kann sie weiter Spaß am Knobeln haben.