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Tools für Blog-Autoren

Für einen Blogbeitrag brauchen Sie meist kein Bündel neuer Programme. Für den Entwurf reichen ein Editor und eine einfache Vorlage. Wenige Werkzeuge genügen für Themenfindung, Feedback und Auswertung. Jedes Werkzeug sollte eine konkrete Aufgabe erfüllen; Fakten und Quellen prüfen Sie selbst.

Gehen Sie Schritt für Schritt vor: vom Thema über den Entwurf bis zur Auswertung nach der Veröffentlichung. So behalten Sie die Leserfrage im Blick und lassen sich nicht von Kennzahlen oder automatisch erzeugten Texten ablenken.

Blogthemen mit Google Trends prüfen

Google Trends hilft dabei, Suchbegriffe über Regionen und Zeiträume hinweg zu vergleichen. Die Werte reichen von 0 bis 100 und zeigen, wie stark das Interesse an einem Suchbegriff im Vergleich zu den anderen Begriffen und Zeiträumen Ihrer Auswahl ist. Sie sind keine absoluten Suchzahlen. Ein niedriger Wert kann als 0 erscheinen, und Trends bildet nicht alle Informationsbedürfnisse ab.

Nutzen Sie die Daten deshalb als Anhaltspunkt. Vergleichen Sie zum Beispiel zwei mögliche Formulierungen für ein Thema und prüfen Sie anschließend, ob Leser Ihres Blogs dazu Fragen stellen. Ein Ausschlag bei einem Suchbegriff beweist weder, dass Ihre Zielgruppe danach sucht, noch dass Sie dazu einen hilfreichen Beitrag schreiben können.

Blogbeiträge mit einer Vorlage planen

Mit einer Vorlage müssen Sie Entscheidungen, die bei jedem Beitrag gleich sind, nicht immer neu treffen. Sie kann als Dokument in Google Docs oder in Ihrem Blogeditor liegen. Halten Sie darin fest, für wen Sie schreiben, welche Frage der Beitrag beantwortet und welche Belege oder eigenen Beispiele Sie noch brauchen.

Eine einfache Vorlage enthält:

  • Thema und vorgesehene Leserschaft
  • konkrete Leserfrage und Antwort in einem Satz
  • drei bis fünf Hauptabschnitte
  • benötigte Beispiele, Bilder und Quellen
  • offene Faktenfragen und ein Termin für die Überarbeitung

Diese Gliederung hilft Ihnen bei der Arbeit, garantiert aber keinen erfolgreichen Beitrag. Ändern Sie sie, wenn das Thema eine andere Struktur verlangt. Ein kurzer Ratgeber braucht beispielsweise nicht dieselbe Anzahl an Abschnitten wie ein ausführlicher Vergleich.

Blogentwürfe schreiben und prüfen

Für den Entwurf genügt oft der Editor Ihrer Blogplattform. Im WordPress.com-Schreibeditor können Sie Beiträge mit Überschriften, Listen, Links, Bildern, Kategorien und Schlagwörtern bearbeiten; Entwürfe werden regelmäßig automatisch gespeichert. Der Editor ist auf das Schreiben von Beiträgen ausgerichtet. Für Seiten und umfangreichere Layouts bietet WordPress.com einen anderen Editor an. Diese Funktionen gelten für WordPress.com und lassen sich nicht automatisch auf andere Plattformen übertragen.

In Google Docs kann eine andere Person den Text mit Kommentaren und Änderungsvorschlägen prüfen. Sie erkennen Änderungsvorschläge im Dokument und können sie annehmen oder ablehnen. Lassen Sie zuerst Aufbau und Inhalt prüfen. Danach lohnt sich ein eigener Durchgang für Rechtschreibung, Lesbarkeit und offene Faktenfragen. Ein Korrekturwerkzeug ersetzt dabei kein fachliches Urteil.

Bilder für Blogbeiträge gestalten

Mit Vorlagen in Canva können Sie ein Vorschaubild oder einen Blogbanner gestalten, ohne bei einer leeren Fläche anzufangen. Richten Sie Motiv und Farben am konkreten Beitrag aus und stimmen Sie den Text darauf ab. Prüfen Sie außerdem die Lesbarkeit der Schrift in kleiner Ansicht. Klären Sie auch, ob Sie Fotos, Illustrationen und Schriften verwenden dürfen.

Ein Bild sollte zum Inhalt passen oder etwas erklären. Ergänzen Sie im Blogeditor einen Alternativtext, wenn das Bild eine Information vermittelt, die sonst verloren ginge. Für Vorlagen und einzelne Gestaltungselemente können unterschiedliche Lizenzen gelten. Prüfen Sie deshalb die Lizenz für jedes Element, das Sie verwenden.

Blogbeiträge planen und veröffentlichen

Wenn Sie einen Beitrag für einen späteren Zeitpunkt vorbereiten, prüfen Sie Datum, Uhrzeit und Zeitzone direkt im Blogeditor. WordPress.com bietet dafür eine Funktion zum Planen von Beiträgen. Die Funktion und ihre technischen Grenzen beziehen sich auf WordPress.com. Andere Blogsysteme können andere Möglichkeiten bieten.

Öffnen Sie vor der Veröffentlichung die Vorschau. Sehen Sie die Vorschau am großen Bildschirm und auf einem Smartphone durch. Prüfen Sie dabei Überschriften und Links ebenso wie die Bilder. Ein geplanter Beitrag sollte außerdem nach dem vorgesehenen Termin im Blog tatsächlich sichtbar sein.

Suchdaten in der Google Search Console auswerten

Die Google Search Console zeigt unter anderem, wie oft Seiten in den Google-Suchergebnissen angezeigt und angeklickt wurden. Sie können die Daten nach Seiten oder Suchanfragen betrachten und so erkennen, welche Begriffe Besucher zu einem Beitrag führen. Bestimmte Suchanfragen fehlen aus Datenschutzgründen, deshalb ist die Auswertung nicht vollständig.

Betrachten Sie, wie oft Ihr Beitrag angezeigt und angeklickt wurde, zusammen mit der Frage, die er beantworten soll. Die durchschnittliche Position allein erklärt nicht, warum sich ein Ergebnis verändert hat. Prüfen Sie bei auffälligen Schwankungen auch saisonale Entwicklungen und technische Probleme, bevor Sie den Text überarbeiten. Die Daten geben Hinweise, belegen aber keine bestimmte Ursache.

KI für Blogbeiträge nutzen und prüfen

Ein KI-Werkzeug kann beim Sammeln von Themenideen, Sortieren von Notizen oder Erstellen einer ersten Gliederung helfen. Prüfen Sie anschließend selbst jede Tatsachenbehauptung und Zahl. Kontrollieren Sie auch die Quellen und Zitate. Antworten von KI-Werkzeugen können Fehler enthalten. Ein glatt formulierter Text ist deshalb nicht automatisch verlässlich.

Veröffentlichen Sie nicht viele automatisch erzeugte Beiträge auf einmal, wenn sie Leserinnen und Lesern nichts Eigenes bieten. Eine hilfreiche Ergänzung, ein konkretes Beispiel oder eine sorgfältige Einordnung gibt dem Beitrag einen eigenen Nutzen. Die Verantwortung für Inhalt und Genauigkeit bleibt bei Ihnen.


Frank Schmidt

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