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WordPress: Fehler beim Einrichten vermeiden

Bei der Einrichtung einer WordPress-Website entscheiden Einstellungen darüber, welche Inhalte Besucher sehen. Sie bestimmen auch, ob Suchmaschinen die Website in ihre Suchergebnisse aufnehmen und ob Sie Änderungen rückgängig machen können. Das Beispiel ist fiktiv; prüfen Sie vor dem Start die passenden Einstellungen Ihrer Website.

Die WordPress-Dokumentation beschreibt diese Fehlerquellen, sagt aber nicht zuverlässig, welche am häufigsten auftreten. Prüfen Sie daher, was für Ihre Website relevant ist, statt einer festen Reihenfolge zu folgen.

Startseite und Adressen festlegen

Legen Sie unter Einstellungen → Lesen fest, was Besucher auf der Startseite sehen sollen. WordPress kann dort entweder die neuesten Beiträge oder eine statische Seite anzeigen. Wenn Sie eine statische Startseite wählen, bestimmen Sie zusätzlich eine separate Seite für Ihre Beiträge. Richten Sie beide Einstellungen an Ihrer geplanten Seitenstruktur aus. Öffnen Sie nach dem Speichern die Website und prüfen Sie, ob die richtige Seite erscheint.

Planen Sie auch die Adressen Ihrer Beiträge und Seiten frühzeitig. Diese Adressen heißen Permalinks. Die Voreinstellung „Plain“ erzeugt Adressen mit einer Nummer, etwa ?p=N; eine lesbare Struktur ist für Menschen verständlicher. Wählen Sie eine passende Variante, bevor Sie viele Inhalte veröffentlichen. Spätere Änderungen an bereits etablierten Adressen sollten Sie vermeiden, weil alte Verweise dann ins Leere führen können.

Sichtbarkeit vor dem Start prüfen

Unter Einstellungen → Lesen gibt es die Option „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“. Ist sie aktiviert, fügt WordPress eine Anweisung ein, die Suchmaschinen auffordert, die Website nicht in ihren Suchergebnissen aufzunehmen und Links nicht zu verfolgen. Die Einstellung sperrt die Seite nicht für Besucher, und Suchmaschinen entscheiden selbst, ob sie der Aufforderung folgen.

Prüfen Sie die Einstellung vor der Veröffentlichung und noch einmal nach dem Start. Wenn Sie eine Website bewusst verborgen halten möchten, reicht diese Option nicht als Zugangsschutz. Dafür müssen Sie den Zugriff auf die Website tatsächlich beschränken.

Hosting und Zugang absichern

Prüfen Sie vor der Einrichtung, ob Ihr Hosting-Anbieter die aktuellen Anforderungen von WordPress erfüllt. Wenn Ihr Server nicht zu WordPress passt oder falsch eingerichtet ist, lässt sich WordPress möglicherweise nicht installieren oder läuft nicht richtig. Der Bereich Website-Zustand zeigt unter anderem Hinweise zur Serverkonfiguration und zu den Dateiberechtigungen. Diese legen fest, wer Dateien lesen oder ändern darf. Ändern Sie technische Werte nicht auf Verdacht; wenden Sie sich bei unklaren Warnungen an den Hosting-Anbieter.

Sichern Sie das Administrationskonto mit einem starken Passwort, das Sie nirgendwo sonst verwenden. Namen und leicht erratbare Angaben zur Website eignen sich dafür nicht. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ergänzt den Schutz, indem beim Anmelden ein zweiter Nachweis erforderlich ist. Geben Sie Administrationsrechte nur Personen, die sie tatsächlich brauchen.

Erweiterungen und Sicherungen pflegen

Installieren Sie nur Plugins, die eine konkrete Aufgabe erfüllen. Jedes zusätzliche Plugin muss ebenfalls gepflegt werden. Prüfen Sie regelmäßig, ob Sie die installierten Erweiterungen noch benötigen, und halten Sie verwendete Plugins und Themes aktuell.

WordPress bietet automatische Aktualisierungen für Plugins und Themes. Sie erleichtern die Pflege, ersetzen aber weder eine Sicherung noch eine Kontrolle nach dem Update. Legen Sie vor Aktualisierungen ein aktuelles Backup an und prüfen Sie anschließend wichtige Funktionen wie Kontaktformulare und Navigation.

Eine vollständige Sicherung umfasst sowohl die Datenbank als auch die WordPress-Dateien. Die Datenbank enthält unter anderem Inhalte und Einstellungen; in den Dateien liegen beispielsweise Themes, Plugins und hochgeladene Bilder. Eine Sicherung ist erst dann verlässlich, wenn Sie wissen, wie Sie sie wiederherstellen können. Probieren Sie aus, ob Sie die Sicherung wiederherstellen können, statt sich allein auf die Meldung zu verlassen, dass sie erstellt wurde. Wie oft Sie sichern sollten, hängt davon ab, wie häufig sich Inhalte ändern.

Bilder und Seitenansicht kontrollieren

Laden Sie Bilder in einer Größe hoch, die zur vorgesehenen Darstellung passt. Sehr große Dateien verlängern die Ladezeit; Bilder, die breiter als der verfügbare Inhaltsbereich sind, können außerdem das Layout verschieben. Prüfen Sie Bildqualität und Dateigröße gemeinsam, bevor Sie die Datei hochladen.

Betrachten Sie die fertige Website auch ohne Anmeldung. Rufen Sie wichtige Seiten als normaler Besucher auf und kontrollieren Sie Startseite, Navigation, Bilder und Formulare. Im eingeloggten Zustand fallen manche Darstellungsprobleme weniger auf. Ein kurzer Besuch mit einem zweiten Browser oder einem privaten Browserfenster hilft, die öffentliche Ansicht zu prüfen.


Frank Schmidt

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