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Was gute Geschenk-Blogs auszeichnet

Wer ein Geschenk sucht, muss überlegen, für wen es ist, zu welchem Anlass, wie viel es kosten darf und wann es ankommen muss. Geschenkblogs helfen dabei, indem sie Ideen nach konkreten Situationen ordnen und erklären, warum sie passen.

Eine Produktliste allein genügt selten. Hilfreiche Blogs beantworten auch Fragen zum Anlass, etwa was in eine Glückwunschkarte gehört oder welche kleine Aufmerksamkeit sich als Mitbringsel eignet. So erreichen sie über Suchmaschinen auch Menschen mit diesen Fragen.

Geschenkideen nach Anlass auswählen

Ein Beitrag wird hilfreicher, wenn er eine bestimmte Person und einen konkreten Anlass vor Augen hat. „Geschenke für alle“ lässt zu viele Entscheidungen offen. „Geschenke für jemanden in einer Fernbeziehung“ grenzt die Auswahl ein und gibt dem Blog einen klaren Schwerpunkt.

Ein Beispiel dafür liefert Gifts.com. Laut einer Fallstudie der beauftragten Agentur baute das Unternehmen seine Blog-Inhalte ab Ende 2016 neu auf. Dazu gehörten sowohl Geschenkideen für Menschen in Fernbeziehungen als auch praktische Beiträge, etwa mit Formulierungen für eine Baby-Shower-Karte.

Diese Angaben stammen aus einer Agentur-Fallstudie und sind keine unabhängig geprüften Unternehmensdaten. Sie zeigen ein konkretes Beispiel, keine Erfolgsgarantie für andere Blogs. Die Beispiele zeigen: Wer ein Geschenk sucht, braucht manchmal eine Produktempfehlung und manchmal Hilfe bei einer Frage zum Anlass.

Geschenkideen gezielt eingrenzen

Eine gute Geschenkidee passt zu den Umständen der beschenkten Person. Ein Blog über Wandern könnte etwa nach Erfahrung, Platzbedarf oder Anlass sortieren. Für eine Wanderfreundin kämen andere Vorschläge infrage als für jemanden, der gerade erst mit dem Hobby beginnt. Ein Beitrag über ein Geschenk für eine Person auf einer Fernwanderung müsste wiederum Gewicht und Transport berücksichtigen.

Budget und verfügbare Zeit beeinflussen ebenfalls, welche Geschenke infrage kommen. Stellen Sie sich vor, Sie brauchen bis Freitag ein Geschenk für einen Kollegen, kennen seine Hobbys kaum und möchten weniger als 25 Euro ausgeben. Eine hilfreiche Seite würde wenige passende Optionen zeigen und erklären, warum sie zur Situation passen. Dabei sollte sie auch die Lieferzeit berücksichtigen. Wenn diese Angaben nicht sicher feststehen, sollte der Blog das deutlich sagen, statt eine rechtzeitige Lieferung zu versprechen.

Empfehlungen helfen mehr, wenn sie auch Alternativen und Einschränkungen nennen. Ein Geschenk kann zum Beispiel eine gute Wahl für Menschen mit wenig Stauraum sein, aber für jemanden mit einer bestimmten Ausstattung überflüssig wirken. Solche Hinweise helfen Leserinnen und Lesern mehr als eine bloße Rangliste.

Fragen zum Anlass beantworten

Geschenkblogs können Leserinnen und Leser schon vor dem Einkauf unterstützen. Wer eine Karte für eine Babyparty schreibt, sucht vielleicht nach passenden Worten. Wer zu einer Einladung geht, möchte wissen, welche Aufmerksamkeit angemessen ist. Solche Fragen erweitern die Themen, ohne den Bezug zum Geschenk zu verlieren.

Die Gifts.com-Fallstudie nennt für einen Beitrag mit Textideen für eine Baby-Shower-Karte mehr Besuche als für das dort aufgeführte Suchvolumen. Das zeigt, dass ein Beitrag auch über verwandte Suchanfragen gefunden werden kann. Die Werte stammen aus der Agentur-Auswertung und lassen sich nicht auf andere Blogs übertragen. Für die Themenplanung heißt das: Ein Thema rund um den Anlass kann Menschen erreichen, die noch gar nicht nach einem konkreten Produkt suchen.

Geschenkideen für Feiertage und Alltag planen

Weihnachten und Muttertag bieten naheliegende Themen für Geschenkführer. Geburtstage, Jubiläen, neue Jobs oder Einladungen verteilen sich dagegen über das ganze Jahr. Ein Blog über Backen könnte deshalb neben einer Weihnachtsauswahl auch Ideen für Hobbybäckerinnen, ein Geschenk zum Einzug oder eine kleine Aufmerksamkeit für einen Kochabend behandeln.

Aus den Beispielen geht nicht hervor, wie viele saisonale und ganzjährige Beiträge ein Blog veröffentlichen sollte. Sinnvoll ist, beide Arten von Anlässen einzuplanen und saisonale Beiträge früh vorzubereiten. Eine PR-Fallstudie zur Weihnachtskampagne der Marke The Landmark Project beschreibt, dass die Ansprache für Geschenkführer bereits im dritten Quartal begann. Die berichteten Platzierungen und Reichweiten betreffen eine Marken- und Medienkampagne, nicht den Erfolg eines einzelnen Blogs. Für kleinere Blogs heißt das: Wer in saisonalen Geschenkführern auftauchen möchte, sollte nicht erst kurz vor dem Feiertag mit der Recherche beginnen.

Empfehlungen nachvollziehbar machen

Leserinnen und Leser sollten erkennen, worauf eine Empfehlung beruht. Der Blog sollte angeben, ob die Autorin das Produkt selbst ausprobiert oder Herstellerangaben verglichen hat und ob ihre Einschätzung auf eigener Erfahrung oder Recherche beruht. Sind diese Angaben klar, wirken übernommene Produktbeschreibungen nicht wie unabhängige Tests.

Googles Hinweise zu Produktbewertungen empfehlen, Urteile zu begründen und Vor- und Nachteile sowie passende Alternativen zu berücksichtigen. Ein Geschenk-Blog muss dafür nicht jedes Produkt selbst kaufen. Der Blog sollte aber offen sagen, was er tatsächlich geprüft hat und welche Grenzen eine Empfehlung hat. Auch eine überschaubare Auswahl kann überzeugender sein als eine lange Liste, wenn die Gründe für die Auswahl verständlich sind.

Einnahmen offenlegen

Über Affiliate-Links kann ein Blog bei Käufen eine Provision von Händlern erhalten. Er kann hilfreiche Empfehlungen geben und zugleich eine Provision verdienen, wenn er die mögliche Vergütung sichtbar und verständlich erklärt. What Moms Love beschreibt auf seiner eigenen Website, dass Beiträge solche Links enthalten können. Das ist eine Selbstauskunft der Website, keine unabhängige Prüfung ihrer Produktauswahl.

Die US-amerikanische Handelsaufsicht FTC empfiehlt, finanzielle Beziehungen zu Anbietern klar und gut sichtbar offenzulegen. Diese Hinweise beziehen sich auf die USA und ersetzen keine Prüfung der geltenden Regeln in Deutschland. Leserinnen und Leser sollten erkennen können, ob der Blog an einem Kauf mitverdient, bevor sie die Empfehlung bewerten.


Frank Schmidt

Ich habe ein Händchen dafür, gute Geschenke herauszusuchen und für jedes Budget und jeden Empfänger das passende Geschenk zu finden, und ich habe gelernt, wie man wirklich Jedem eine Freude machen kann! Wenn es schnell gehen muss und Sie keine Zeit haben, können Sie mich als Ihren persönlichen Geschenke-Berater buchen.