Geschenkseiten sinnvoll ausbauen
Wer ein Geschenk sucht, braucht Vorschläge, die zu Person, Anlass, Budget, Beziehung und verfügbarer Zeit passen. Austauschbare Platzhalter helfen dabei wenig. Geben Sie einer Beispielseite für Geschenkideen in WordPress deshalb zuerst eine klare Aufgabe und ordnen Sie die Inhalte danach.
WordPress-Seiten enthalten einzelne Inhalte, die nicht nach Datum sortiert sind. Die Vorlage (Template) bestimmt gemeinsame Elemente wie Kopf- und Fußbereich. Änderungen am Seiteninhalt betreffen nur diese Seite; Änderungen an der Vorlage betreffen auch andere Seiten, die sie verwenden.
Den Zweck der Seite bestimmen
Legen Sie fest, welche Entscheidung die Seite erleichtern soll. Eine allgemeine Geschenkseite kann nach Anlass sortieren. Eine Seite für Geburtstagsgeschenke kann zusätzlich nach beschenkter Person, Beziehung oder Preisrahmen gliedern. Je klarer die Aufgabe, desto leichter erkennen Leserinnen und Leser, welche Vorschläge für sie infrage kommen.
Prüfen Sie zuerst, ob die vorhandene Beispielseite überhaupt gebraucht wird. Enthält sie nur generischen Platzhaltertext und hat sie keine eigene Aufgabe, können Sie sie löschen. Passt ihre bisherige Adresse bereits zu einem geplanten Inhalt, können Sie sie umwidmen. Für eine neue Seite bietet sich ein eigener Titel und eine passende URL an.
Legen Sie vor dem Schreiben fest, welche Information Besucher zuerst brauchen, welche Angaben die Auswahl eingrenzen und was sie als Nächstes tun können. Wer ein Geschenk für einen Kollegen sucht und wenig Zeit hat, braucht andere Hinweise als jemand, der ein persönliches Geschenk für ein Familienmitglied plant.
Seiteninhalt und Vorlage trennen
Bearbeiten Sie den Inhalt im Seiteneditor, wenn nur Text, Bilder oder einzelne Inhaltsblöcke geändert werden sollen. Öffnen Sie den Vorlageneditor nur, wenn Sie das Layout anpassen möchten. WordPress weist darauf hin, dass Änderungen an einer Vorlage alle Seiten oder Beiträge betreffen, die sie verwenden. Prüfen Sie daher vor dem Speichern, welche anderen Seiten dieselbe Vorlage nutzen.
Sie können den Vorlageneditor mit einem Block-Theme oder mit einem klassischen Theme nutzen, das diese Funktion unterstützt. In einem Block-Theme können Sie Seiten im Website-Editor zusammen mit ihrer Vorlage ansehen. Menüs und verfügbare Werkzeuge unterscheiden sich je nach Theme und WordPress-Version.
Auch wiederverwendbare Bausteine erfüllen verschiedene Aufgaben. Kopf- und Fußbereich gehören zur Website-Struktur und werden als Vorlagenteile bearbeitet. Ein synchronisiertes Muster eignet sich für Angaben, die an mehreren Stellen gleich bleiben sollen, etwa identische Öffnungszeiten. Ein nicht synchronisiertes Muster kann als Ausgangslayout dienen, wenn Text und Bilder bei jedem Einsatz anders sein sollen. WordPress verwendet inzwischen die Bezeichnung „Muster“ statt „wiederverwendbarer Block“; ein synchronisiertes Muster übernimmt Änderungen an allen Stellen, an denen es eingebunden ist.
Geschenkideen passend gliedern
Ordnen Sie Vorschläge nach Merkmalen, die bei der Auswahl tatsächlich helfen. Eine Seite kann etwa mit Anlässen wie Geburtstag oder Einzug beginnen und danach Geschenkideen für Partner, Freundinnen, Eltern oder Kollegen zeigen. Budget und Zeitpunkt lassen sich als zusätzliche Orientierung einsetzen, sofern die Angaben aktuell und verlässlich sind.
Beschreiben Sie bei jeder Idee, für wen und in welcher Situation sie passt. „Persönliches Geschenk“ ist wenig hilfreich, solange nicht klar wird, worin die persönliche Note besteht. Erklären Sie stattdessen, ob eine Idee gemeinsame Erinnerungen aufgreift, zu einem Hobby passt oder sich für eine Person eignet, deren Vorlieben Sie noch nicht gut kennen. Nennen Sie auch Einschränkungen, etwa wenn ein Vorschlag eine bestimmte Größe, Vorlaufzeit oder persönliche Abstimmung voraussetzt.
Ergänzen Sie nur Abschnitte, die eine konkrete Frage beantworten oder den nächsten Schritt erleichtern. Dazu können ein kurzer Einstieg, thematisch geordnete Vorschläge, Hinweise zur Auswahl und passende weiterführende Seiten gehören. Google empfiehlt, Inhalte auf das Anliegen der Besucher auszurichten. Eine bestimmte Textlänge oder Abschnittszahl verspricht dabei keine bessere Platzierung.
Überschriften und Kontrast prüfen
Formulieren Sie Überschriften so, dass Leserinnen und Leser den Abschnitt schon beim Überfliegen einordnen können. „Geschenke für Eltern“ beschreibt den Inhalt genauer als „Weitere Ideen“. Prüfen Sie zugleich, ob der Editor die Überschriften semantisch korrekt auszeichnet, also beispielsweise eine Hauptüberschrift und darunter passende Unterüberschriften verwendet. Verständliche Formulierungen allein reichen dafür nicht aus.
Achten Sie auf ausreichenden Textkontrast; allein dadurch ist eine Seite nicht automatisch barrierefrei. Prüfen Sie die Seite auch auf einem Mobilgerät: lange Überschriften, abgeschnittene Bilder oder schwer erreichbare Schaltflächen erschweren die Auswahl.
Ladezeit und Funktion testen
Prüfen Sie die veröffentlichte Seite nach dem Umbau auf einem Mobilgerät und am Computer. Klicken Sie interne Links und Schaltflächen durch, lesen Sie den Text auf Darstellungsfehler und kontrollieren Sie, ob Bilder vollständig geladen werden. Prüfen Sie besonders große Bilder und zusätzliche Einbettungen, da sie den Seitenaufbau beeinflussen.
Google bewertet die Core Web Vitals anhand des 75. Perzentils, also eines Werts, den 75 Prozent der Seitenaufrufe erreichen oder unterschreiten. Als gute Richtwerte gelten ein Interaction to Next Paint (INP) von höchstens 200 Millisekunden und ein Cumulative Layout Shift (CLS) von höchstens 0,1. Largest Contentful Paint (LCP) erfasst, wann der größte sichtbare Inhalt geladen ist. Interaction to Next Paint (INP) misst, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert. Cumulative Layout Shift (CLS) erfasst unerwartete Verschiebungen im Layout. Diese Messwerte beurteilen die tatsächliche Seitennutzung und ersetzen keinen Funktionstest.
Die URL nicht beiläufig ändern
Prüfen Sie vor einer Änderung des URL-Endes, des sogenannten Slugs, ob die bestehende Adresse bereits in Suchergebnissen erscheint oder von anderen Seiten verlinkt wird. WordPress empfiehlt, dauerhafte Adressen nicht ohne Grund zu ändern. Eine verständlichere Bezeichnung allein ist kein ausreichender Grund, eine bereits genutzte URL aufzugeben.
Muss sich die Adresse ändern, richten Sie für die alte URL eine permanente Weiterleitung ein. Google nennt dafür unter anderem die Statuscodes 301 und 308. Kontrollieren Sie anschließend, ob die alte Adresse zur richtigen neuen Seite führt und interne Links auf die neue URL verweisen.