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Geschenkideen für jeden Anlass

Zum Geburtstag, Jubiläum oder Weihnachten fällt das Schenken schwer, wenn die Person bereits alles hat. Eltern sagen oft, sie brauchen nichts – und das stimmt. Blumen, Parfüm, Restaurantgutscheine, Schals, Kochbücher oder Bildbände wirken dann beliebig und landen in der Schublade.

Beim Schenken zählt, dass die Geste zur Person passt, nicht der Preis.

Warum Selbstgemachtes besser ankommt

Selbstgemachte Geschenke haben einen entscheidenden Vorteil: Sie zeigen, dass Sie sich Zeit genommen und Gedanken gemacht haben. Ein gebasteltes Fotoalbum, ein gestrickter Schal oder ein selbst befülltes Glas mit Gewürzmischungen ist einzigartig. Es bleibt länger in Erinnerung als ein gekaufter Gegenstand. Der Aufwand gehört zum Geschenk. Wer etwas Eigenes schenkt, zeigt Wertschätzung, die man nicht kaufen kann.

Das bedeutet nicht, dass jedes Geschenk selbst gemacht sein muss. Aber bei Menschen, die schon alles haben, ist die persönliche Note oft der einzige Weg, echte Freude zu bereiten. Ein selbst gebackener Kuchen zum Geburtstag der Nachbarin oder ein handgeschriebener Brief zum Ruhestand des Kollegen kostet wenig und wirkt trotzdem durchdacht.

Das Erinnerungsbuch für Eltern, die alles haben

Wenn Ihre Eltern behaupten, sie bräuchten nichts, ist ein Buch mit ihren Erinnerungen die beste Wahl. Das funktioniert so: Sie sammeln Fotos aus dem Familienalbum, kopieren alte Dokumente wie den ersten Arbeitsvertrag oder die Hochzeitskarte und ergänzen Anekdoten, die Sie selbst erlebt oder von Verwandten gehört haben. Dazu kommen leere Seiten, auf denen Ihre Eltern eigene Geschichten eintragen können.

Das Buch muss nicht perfekt gebunden sein. Ein einfacher Ordner mit festen Seiten oder ein selbst gestaltetes Album aus dem Bastelbedarf reicht völlig. Wichtig ist der Inhalt: konkrete Momente, die nur Ihre Familie kennt. Der Urlaub an der Nordsee, als der Koffer verloren ging, oder das Rezept der Großmutter, das niemand mehr genau nachkochen kann. Solche Erinnerungen sind wertvoller als jedes gekaufte Geschenk, weil sie die Lebensgeschichte der Eltern würdigen.

Ideen für andere Anlässe

Auch für andere Anlässe können Sie persönliche Geschenke machen, ohne großes handwerkliches Geschick zu brauchen.

Zum runden Geburtstag eines Freundes können Sie eine Kiste mit kleinen Erinnerungsstücken füllen: Eintrittskarten von gemeinsamen Konzerten, eine Playlist mit den Liedern, die Sie zusammen gehört haben, und ein Foto von damals. Die Kiste selbst können Sie mit Zeitungspapier aus dem Geburtsjahr auskleiden, das bekommt man im Archiv der örtlichen Bibliothek oder über Online-Antiquariate.

Zur Hochzeit passt ein selbst gestaltetes Gästebuch, in dem die Gäste statt Unterschriften gute Wünsche und kleine Zeichnungen hinterlassen. Sie drucken Fotos des Paares aus, kleben sie auf feste Seiten und lassen Platz für die Beiträge. Das Buch wird nach der Feier zu einem Andenken, das das Paar immer wieder zur Hand nimmt.

Beim Einzug in die erste eigene Wohnung hilft ein selbst zusammengestellter Werkzeugkasten mit den wichtigsten Grundlagen: Hammer, Schraubenzieher-Set, Maßband, Dübel und eine gute Taschenlampe. Dazu legen Sie eine Karte mit den Öffnungszeiten des nächsten Baumarkts und die Nummer eines zuverlässigen Handwerkers in der Nähe. Das ist praktisch und zeigt, dass Sie über den Alltag der Person nachgedacht haben.

Für Kollegen, die in Rente gehen, eignet sich ein Sammelband mit Beiträgen aus dem Team. Jede Person schreibt eine kurze Erinnerung oder einen guten Wunsch, dazu kommen Fotos von gemeinsamen Projekten oder Betriebsfeiern. Das Heft können Sie in einem Copyshop drucken und binden lassen, das kostet wenig und wirkt dennoch hochwertig.

Worauf Sie achten sollten

Bei allen selbstgemachten Geschenken gilt: Der Aufwand sollte zur Beziehung passen. Ein Erinnerungsbuch für die Eltern ist angemessen, weil die Beziehung eng ist. Für eine flüchtige Bekanntschaft wirkt ein aufwendiges Geschenk schnell übertrieben. In dem Fall reicht eine kleine, aber durchdachte Geste wie ein selbst gebackenes Brot oder eine Tüte mit Lieblingssüßigkeiten der Person.

Achten Sie außerdem auf die praktische Seite. Ein Erinnerungsbuch sollte gut lesbar sein, also keine zu kleinen Fotos oder handschriftliche Notizen, die niemand entziffern kann. Bei Lebensmitteln wie selbst eingekochter Marmelade oder Gewürzmischungen müssen Sie angeben, was drin ist und bis wann es haltbar ist. Und wenn Sie Fotos verwenden, fragen Sie vorher, ob die abgebildeten Personen einverstanden sind, besonders bei Geschenken, die später herumgezeigt werden.


Frank Schmidt

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